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Standort : Kinderwunsch / Behandlung / Methoden / Polkörperdiagnostik /

Polkörperdiagnostik



In Abhängigkeit zum Alter der Frau zeigen Eizellen zu 20 bis 70 % genetische Auffälligkeiten. In der Mehrzahl sind diese Eizellen oder sich daraus entwickelnde Embryonen nicht oder nur kurzzeitig entwicklungsfähig. Durch die genetische Untersuchung der sog. Polkörperchen sollen diejenigen Eizellen erkannt werden, die eine chromosomale Abweichung zeigen, damit die daraus entstandenen Embryonen vom Embryo-Transfer ausgeschlossen werden können.
Genetische Veränderungen beim Mann bleiben unberücksichtigt, jedoch entstammen 90% der embryonalen Chromosomenanomalien der Eizelle.
Die Polkörperchen entstehen während der Reifeteilung der Eizelle  und sind mit der Eizelle ident. Das 1. Polkörperchen entsteht während der ersten Reifeteilung und das zweite Polkörperchen bei der 2. Reifeteilung, welche erst nach der erfolgreichen Befruchtung der Eizelle erfolgt.
Das erste Polkörperchen wird  etwa eine Stunde nach der Befruchtung der Eizelle entnommen, das zweite Polkörperchen  am Morgen nach der Befruchtung. 
 
Die Polkörperanalyse erlaubt eine Untersuchung der Chromosomen 13, 16, 18, 21 und 22, welche für etwa 50% der Frühschwangerschaftsaborte verantwortlich sind. Wichtiger jedoch als diese Routineuntersuchung ist die Identifikation bekannter genetischer Anomalien der  Mutter, z.B. der Austausch genetischer Information zwischen zwei Chromosomen. Diese als Translokation bezeichneten Anomalien finden sich auch in den Eizellen wieder. Für solche Fälle wurde eine Reduktion der Fehlgeburtenrate von 92% auf 13% beschrieben.
 
Es sei jedoch an dieser Stelle erwähnt, dass eine Polkörperanalyse keine 100%ige  Diagnose zulässt. Es kann nicht vollkommen ausgeschlossen werden, dass ein  als gesund diagnostizierter Embryo doch genetisch verändert ist bzw. ein als genetisch veränderter diagnostizierter Embryo doch gesund ist. Daher wird nach einer Polkörperbiopsie für eine sichere Diagnose eine pränataldiagnostische Untersuchung  (Amniozentese, Chorionzottenbiopsie) empfohlen.

In den folgenden Abbildungen wird der Ablauf einer Polkörperbiopsie dargestellt.

vor_biopsie.jpg
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zp_geoeffnet.jpg
biopsie.jpg
 
nach_biopsie.jpg



Kontakt

Univ.Klinik für Gynäkologische
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Department Frauenheilkunde

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