Startseite  |  Impressum  |  Kontakt  |  Übersicht  |  Anfahrt
Anichstraße 35  •  A-6020 Innsbruck
T: 050 504 23068  •  F: 050 504 26138
E-Mail: info@kinderwunsch-zentrum.at
Standort : Hormonsprechstunde / Ovarialinsuffizienz /
Unter einer Ovarialinsuffizienz versteht man die Unterfunktion der "Hormondrüse Eierstock" (Ovar), der eine Vielzahl von Ursachen zugrunde liegen kann.

Ursachen der Ovarialinsuffizienz


Vier unterschiedliche Störungen des Hormonhaushaltes führen häufig zu einer fehlenden oder verzögerten Follikel- und Eizellreifung. So kann eine Erhöhung des Prolaktins - eines Hormons, das die Milchbildung in der Brustdrüse anregt - ursächlich sein (Hyperprolaktinämie). Diese ist während Schwangerschaft und Stillzeit normal, kommt aber auch außerhalb der Schwangerschaft häufig vor. Hier müssen die Einnahme von Medikamenten und die Schilddrüse abgeklärt werden. Zusätzlich sollte ggf. eine Kernspintomographie der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) veranlasst werden. Alternativ liegen häufig erhöhte Werte an männlichen Geschlechtshormonen vor (Hyperandrogenämie). Diese sind nicht selten mit kleinen Zysten in den Eierstöcken (PCO) und Störungen im Zuckerstoffwechsel verbunden. Hier sollte dringend eine gynäkologisch-endokrinologische Abklärung und eine adäquate Therapie erfolgen. Eine angeborene oder erworbene Schädigung der Eierstöcke (primäre Ovarialinsuffizienz) erkennt man an der Höhe der Gonadotropinspiegel (FSH, LH) im Serum. Auch hier sollte bei Auffälligkeiten eine weiterführende Diagnostik erfolgen. Schließlich beeinflussen Unter- oder Übergewicht, exzessiver Sport, Medikamente und Streß das hormonelle Gleichgewicht. Diese Ursachen stören die regelrechte Freisetzung des Faktors GnRH (= LH-RH) und führen zum Krankheitsbild der hypothalamischen Ovarialinsuffizienz. Immer sollte darüberhinaus an eine Schilddrüsenfunktionsstörung gedacht werden.

Schweregrade einer Ovarialinsuffizienz


Wenn eine der oben angeführten Störungen der Follikelreifung besteht, so kommt es im leichten Fall zunächst zu einer Gelbkörperschwäche (Corpus luteum Insuffizienz), bei der der Follikel zwar noch reift und springt, aber der entstehende Gelbkörper nicht optimal ist und zu geringe Mengen an Gelbkörperhormon (Progesteron) produziert. Bei schwereren Störungen bleibt der Eisprung aus (Anovulation) oder die Follikelreifung sistiert vollständig, was dann in der Regel auch zum Ausbleiben der Menstruationsblutung führt (Amenorrhoe). Die Übergänge zwischen den einzelnen Schweregraden sind fließend. Alle Grade einer Ovarialinsuffizienz sollten unabhängig vom Vorhandensein von Kinderwunsch einer Abklärung zugeführt werden.




Kontakt

Univ.Klinik für Gynäkologische
Endokrinologie und
Reproduktionsmedizin
Department Frauenheilkunde

Frau Prof. Bettina Toth
Anichstraße 35
A-6020 Innsbruck
T: 050 504 23068
F: 050 504 26138
info@kinderwunsch-zentrum.at
www.kinderwunsch-zentrum.at
Wir sind Mitglied bei
Wir sind zertifiziert