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Standort : Hormonsprechstunde / Das Syndrom der poly... /
Das Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCOS) ist die häufigste hormonelle Erkrankung der Frau. Das PCOS kann zu Zyklusstöungen und unerfülltem Kinderwunsch auf der einen, aber auch zu kosmetischen Problemen wie Akne, vermehrter Körperbehaarung und Haarausfall auf der anderen Seite führen.

Diagnose des PCOS


Das PCO-Syndrom darf nach der internationalen Consensus Konferenz in Rotterdam (2003) nur diagnostiziert werden, wenn mindestens zwei der folgenden Symptome vorliegen :

(1.) Polyzystische Veränderungen an den Eierstöcken im Ultraschall (mehr als 10 kleine Follikel, Vergrösserung der Eierstöcke).

(2.) eine Hyperandrogenämie, d.h. der Nachweis erhöhter männlicher Geschlechtshormone (Testosteron, DHEAS, Androstendion) im Blut und

(3.) eine relevante Zyklusstörung (Gelbkörperschwäche, Ausbleiben des Eisprungs, Ausbleiben der Menstruation).

Polycystische Ovarien im Ultraschall


Typischerweise sind die Eierstöcke vergrößert und weisen mehr als 10 kleine "rosenkranzartig" angeordnete Zysten auf. Ursächlich liegen wahrscheinlich die lokal erhähten Spiegel an männlichen Geschlechtshormonen zugrunde

PCOS und Kinderwunsch


Eines der Hauptprobleme ist, dass das PCOS zu Störungen der Follikelreifung und zum Ausbleiben des Eisprungs führt. In fortgeschrittenen Stadien findet sich eine Vielzahl kleinerer, so genannter "antraler" Eibläschen (Follikel), die über ein gewisses Stadium der Entwicklung nicht hinauskommen. Da inzwischen bekannt ist, dass bei etwa 50% der Patientinnen auch eine Störung im Zuckerstoffwechsel mit chronisch erhöhten Insulinspiegeln im Blut (Insulinresistenz) vorliegt und dass diese Störung ursächlich mit der Erkrankung zusammenhängt, steht die Basistherapie mit einem Insulinsensitizer (Metformin) häufig am Beginn der Behandlung. Auch wenn Metformin in Deutschland derzeit nur für die Diabetesbehandlung zugelassen ist, ist sie inzwischen weltweit zur etablierten Therapie der ersten Wahl geworden.

Wenn Metformin nicht ausreicht ist häufig eine ovarielle Stimulationstherapie mit Clomifen oder Gonadotropinen erforderlich. Diese Therapie muss niedrig dosiert und behutsam erfolgen, da ein Hauptrisiko bei PCO-Patientinnen das unbeabsichtigte Heranreifen mehrerer Eibläschen verbunden mit einem deutlich erhöhten Mehrlingsrisiko ist. Manchmal dauert die individuelle Dosisfindung mehrere Wochen. Es ist dabei essentiell, dass weder die Patientin noch der Arzt die nötige Geduld verliert. Zyklen bei denen zu schnell gesteigert wird, müssen oft abgebrochen werden.




Kontakt

Univ.Klinik für Gynäkologische
Endokrinologie und
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Department Frauenheilkunde

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